Zentral- und Landesbibliothek Berlin
international offener Realisierungswettbewerb 2013
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Die Bibliothek gliedert sich in einen flach gelagerten, überwiegend 2 geschossigen Gebäudeteil und einen 11 geschossigen Turm auf quadratischem Grundriss. Der flache Baukörper bietet öffentliche Nutzungen, er differenziert den Raum zwischen dem Wohngebiet und den publikumsintensiven Freiflächen. Der Turm setzt ein weithin wahrnehmbares Zeichen in der Stadt. Er ist Kristallisationspunkt der Entwicklung des Tempelhofer Feldes.

Das Sockelgebäude erstreckt sich vom Platz am Tempelhofer Damm bis an den Rand der Parklandschaft. Der zentrale Bereich des Erdgeschosses ist als offener, durchgängiger Raum angelegt, der vom Eingang bis zu den Veranstaltungsflächen eine Verbindung zwischen Stadt und Parklandschaft inszeniert. Zwei transparent überdachte Atrien bilden qualitativ hochwertige Raumsequenzen und Foyers.

Im südlichen Bereich befinden sich die öffentliche Nutzungen wie Läden, Café und Kantine. Diese Nutzungen wirken in den öffentlichen Raum und lassen entlang der südlichen Landebahn einen belebten städtischen Raum entstehen. Hier findet eine positive Überlagerung der Bibliotheksnutzung mit den freiraumbezogenen Aktivitäten statt, die diesem Ort einen einzigartigen lebendigen Charakter geben wird.

Der nördliche Schenkel des Erdgeschosses ist ein ruhiger, den Mitarbeitern der Bibliothek vorbehaltener Bereich. Die Büronutzungen wirken hier in den Straßenraum und geben der Straße mit den angrenzenden Wohnnutzungen einen ruhigen und privateren Charakter.

Der im Zentrum des Sockelgeschoßes situierte Baukörper nimmt den überwiegenden Teil der Publikumsflächen auf. Eine skulptural angelegte Treppe schraubt sich vom Erdge-schoss bis in die oberste Etage. In der großen Kreisform sind alternierend Teilbereiche geöffnet und verbinden so in unterschiedlicher Intensität die Geschosse. In Richtung der Parklandschaft schwingen die Decken der Geschosse wellenförmig in unterschiedlicher Tiefe von der Fassade zurück. Es entstehen vertikale Bezüge zwischen den Ebenen, wodurch Qualität und Dimension der Parklandschaft des Tempelhofer Feldes in das Gebäude der Bibliothek geführt werden.