Luisenblock Ost, Berlin Mitte
offener, zweiphasiger städtebaulicher Ideenwettbewerb, Teilnehmer 2. Phase
2009

Ergänzend zu dem mit hoher Symbolkraft West und Ost verbindenden „Band des Bundes“ wird auf morphologischer Ebene das Zusammenwachsen der Stadt zwischen Moabiter Werder und dem Luisenblock innerhalb der stadträumlichen Zone zwischen Spree und Stadtbahnviadukt realisiert.

Neben den Solitären von geplantem Innenministerium und Hauptbahnhof entstehen insbesondere im östlichen Bereich Strukturen der „normalen“ Stadt. Hier erlaubt die vom Humboldthafen bis zur Luisenstraße entlang der Bahnparallele angelegte städtebauliche Typologie eine doppelte Lesbarkeit zwischen „kleinem Block“ und „großem Haus“. Im vorliegenden Konzept wird diese Typologie im Luisenblock Ost aufgegriffen und bis zum Schnittpunkt von Bahn und Spree weiterentwickelt.

Die Geometrie der vorgeschlagenen Struktur wird daraus folgend aus den Achsen des „Band des Bundes“ sowie der Dorotheenstadt entwickelt. Die parallel zu den denkmalgeschützten Industriegebäuden entwickelte Straße zeigt die historische Spur vom barocken Wartenslebenschen Garten über die Industrialisierung bis zur Gegenwart.

Die räumliche Kante zur Spree wird in einer Abfolge von Baukörpern rhythmisiert. Gegenüber dem kaum gefassten Raum an der Spree im Bereich des Bahnhofs Friedrichstraße und dem Platz am Informationsamt wird ein städtisch gefasster Uferraum gestaltet.

Die Luisenstraße wird räumlich gefasst und erhält durch die vorgeschlagene Segmentierung der neuen Baukörper den Charakter einer städtischen Straße mit ablesbarer Parzellierung. Der Straßenraum kann somit zusammen mit dem Erweiterungsbau des Marie-Elisabeth-Lüders-Hauses zu einem repräsentativen und prägnanten Ort für den östlichen Abschluss des Band des Bundes werden.

Dokumentation des Wettbewerbs
Ergebnisprotokoll

Wettbewerbsbeitrag